Es war mal ein Kampf der lief, und an den Brettern
an denen es nicht lief, kippte es zu unseren Gunsten.
Den ersten sicheren halben Punkt machte SF Meyer in der gewohnten Art,
immerhin gegen den nominell stärksten "Springer". Bei SF Berlin
sah es schnell sehr gut aus, zwar ein Bauer geopfert aber heftigsten
Angriff. Als nächstes wurden die Partien bei SF Bruns und Regert
entschieden. Bei Bruns lief der Benoni nicht wie gewohnt, zwar konnte
Kai-Christian beide Springer gegen die weißen Läufer abtauschen, ob aber
das Läuferpaar in der Stellung wirklich stärker war als das Springerpaar wäre
noch zu beweisen gewesen. Allerdings stellte der "Springer" im
irrigen Glauben eine Figur gewinnen zu können mit einem groben Patzer zwei
Bauern ein. Im nächsten Zug gleich den nächsten Patzer und ein ganzer Turm
war weg. So lagen wir erst mal - etwas glücklich - vorn.
Christian konnte einen zwischenzeitlichen Mehrbauern nicht halten und die
Stellung war symmetrisch und völlig gleich - also remis.
Die optisch schon beeindruckende Stellung unseres Spielleiters SF Berlin
wurde recht schnell in einen Qualiätsgewinn transformiert, und der ganze
Punkt trudelte auch recht schnell ein. der Zwischenstand von 3-1 war
zumindest recht angenehm. Allerdings standen die restlichen Partien der SF
Spiess, Lindner und Dellos verdächtig bis verloren, nur SF Ly sah noch
gleich aus. Der Mannschaftsführer hatte zumindest noch jede Menge Bedenken,
wie die notwendigen 1,5 Punkte zu generieren sein sollten. Ein 4-4 hielt ich
zwischenzeitlich schon für einen ziemlichen Erfolg.
Die Partie bei Peter ging dann auch schnell verloren. Und nach der
Zeitkontrolle infornierte der Mannschaftsführer den Rest, dass seine eigene
Stellung, trotz Materialgleichheit vermutlich sehr stark verlustträchtig
sei - und man daher bei eigenen Entscheidungen, ob remis oder Gewinnversuche
angebracht sind, dies doch bitte berücksichtige.
Dies war dann Gott sei Dank nicht erforderlich, da Kim seinen Gegner überspielte
eine Qualität und im Angriff auch schnell die Partie gewann. SF Lindner
hatte seine schwierige Lage überstanden, und im Turmendspiel sogar einen
Bauern mehr. Das hätte man auch auf Gewinn spielen können, wurde aber
mannschaftsdienlich und mannschafsführernervenschonend remis gegeben - also
schon mal 4,5 Punkte. Somit brauchte die Partie an Brett 3 nicht mehr den
Ausschlag geben, sondern es wurde nur noch für die Statistik gespielt.
Weiss hatte in der Eröffnung eine gleiche und symmetrische Stellung
vermieden, was in einer symmetrischen aber schlechten Stellung endete. Nach
40 Zügen war das Springerendspiel ziemlich trostlos, aber Weiss fand die
einzigen Manöver, die überhaupt noch Gegenwehr erlaubten. Und anstatt
passiv zu bleiben, wurde dann noch ein Bauer geopfert. Dann noch ein
zweiter, aber so dass der schwarze König seine eigenen Bauern nicht mehr
unterstützen konnte. Das remis wurde dann nach fast sieben Stunden
Spielzeit durch das Opfer des Springers gegen einen schwarzen Bauern und die
Beseitigung des letzten Bauern mit dem König besiegelt. 5-3.
Hervorzuheben sind die starken Partien von SF Berlin und SF Ly, aber auch
die Kaltblütigkeit von SF Bruns. Auch die halben Punkte von Regert, Meyer,
waren technisch sauber. Die halben Punkte von Spiess und Lindner zumindest
tapfer erkämpft.
Eigentlich müßte das ja für den Klassenerhalt reichen (ich bin mir nicht
sicher, wenn Bad Salzdetfurth aus der Landesliga absteigt, dann kommen die,
glaube ich, nicht in unsere VLS, oder?
Thomas Spiess
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