Mannschaftskapitän Thomas Spiess mit Spielbericht und Saisonfazit:
Der Mannschaftsführer ist verdammt froh, dass heute der erforderliche
Mannschaftssieg sicher eingefahren und der Klassenerhalt gesichert wurde.
An Brett 1 erreichte Vladimir schnell eine ausgeglichene und irgendwann auch
eine richtig gut spielbare Stellung. Später bin ich nicht mehr
durchgestiegen, aber es schien alles ziemlich glatt gelaufen zu sein.
An Brett 2 nutzte Torben seinen Anzugsvorteil dazu, den Gegner auf
unbekanntes Terrain zu locken, was glänzend funktionierte. Die
Drachenvariante war nicht nach seinem Geschmack. Und auch wenn lange
objektiv noch nichts los war, entschieden die Fehler in Zeitnot.
An Brett 3 konnte Jan in einem Nimzoinder den schwarzfeldrigen Läufer des
Gegners abtauschen und eine bequeme, aber vielleicht nur ausgeglichene
Stellung erreichen. Stattdessen spielte er kompliziert, was aber irgendwie
nach hinten losging. Ich habe leider nichts Genaues gesehen, aber die kämpferische
Einstellung war mal wieder vorbildlich.
An Brett 4 stellte Christian eine Damengambit-Abtauschvariante aufs Brett.
Sicher und solide. Nach Christians Kurzanalyse per sms gab es wohl kurz vor
Schluss die Möglichkeit zu gewinnen. Während des Mannschaftskampfs hat das
aber niemand gesehen - also remis.
An Brett 5 gab's bei Manuel Königsindisch, dann Übergang in Benoni. Später
kommentierte Torben, dass es sich um einen "Dream-Benoni" handeln
würde. Die taktische Abwicklung nach Te4: brachte eine Qualität und den
Sieg.
An Brett 6 konnte der Mannschaftsführer eine königsindische Stellung unter
Kontrolle behalten. Schwarz spielte aber c5 anstatt e5 und hätte in
Benoni-Strukturen übergehen können. Zum Schluss konnte der Mannschaftsführer
die aktive Stellung zum Sieg verdichten.
An Brett 7 strapazierte Darius die Nerven der Mitspieler indem er mit 1....
Sc6 eröffnete. Na gut, Torben meinte, das sei ein sehr guter Zug. Im
Mittelspiel wurde dann mustergültig f5 durchgesetzt, was aber einen
taktischen Haken hatte und mit einem Qualitätsverlust endete. Da wollte der
Mannschaftsführer schon eine Null eintragen. Aber immer, wenn man danach
zum Brett 7 rüberschaute - dann wurde da noch gespielt. In Zeitnot hatte
Darius bereits 2 Bauern für die Qualle erkämpft, und sicherte letztendlich
noch einen halben Punkt.
An Brett 8 spielte unser Joker Jan-Hendrik. 1.d4 und 2.Lf4 ist nicht das
aktivste auf der Welt, aber Jan-Hendrik hatte alles unter Kontrolle und
verdichtete eine leichte Initiative zu einem Endspiel guter Springer gegen
schlechter Läufer, was er mustergültig gewann.
Alles zusammen 6 - 2! Vielleicht ein bisschen zu hoch, aber insgesamt nicht
unverdient.
Saisonfazit:
Ein großes Dankeschön an alle, die daran mitgearbeitet haben, die sich
eingesetzt und ihre Sonntage geopfert haben. Ein großes Dankeschön an alle
Kiebitze und Gratulanten von heute, die mit ihrem Interesse gezeigt haben,
dass das Ergebnis von heute eine Bedeutung hat.
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